Mittwoch, 6. November 2013

Kolorationsmedien - Teil 2: Polychromos vs. Prismacolor Premier

To English readers: This is the second of two posts in which I compare Faber-Castell Polychromos to Prismacolor Premier pencils. More comparisons of other coloring media such as Distress Inks vs. watercolor pencils may follow. For the time being, I do not intend to translate these articles as this would be a very time consuming task. However, should enough readers be interested in a translation, I will consider to do one in the future. That said, please feel free to comment this article if you are interested in reading it in English.
 
Nach meinen einleitenden Worten zu den Farbtabellen, die ich für den Umgang mit Farben ganz wesentlich finde und daher diesem Beitrag vorausgestellt habe, präsentiere ich euch nun den ersten großen Vergleich. Wie bereits erwähnt gibt es im Netz durchaus schon einige spannende Beiträge und Malanleitungen zu Prismacolor-Premier- und Faber-Castell Polychromos-Stiften. Für Stempler sind drei davon meiner Meinung nach besonders interessant, daher will ich euch die auch nicht vorenthalten.

Heike, die viele unter ihrem Online-Pseudonym krokodilli kennen und die wirklich begnadet kolorieren kann, hat nicht nur eine wunderbare Malanleitung verfasst und ein paar tolle Kolorationsvideos erstellt, sondern auch einen äußerst interessanten Papiervergleich für Buntstiftkolorationen.

Eine weitere tolle Malanleitung hat Nixe-Moni, die auch immer ganz tolle Kolorationen vorlegt, vor einigen Jahren auf der Seite von Stempeleinmaleins veröffentlicht.

Und dann gibt es hier auch noch eine wunderbare Anleitung von Nicole.

Nun aber endlich zu meinem Vergleich.

Allgemeines
Polychromos und Prismacolor-Premier-Stifte zählen zu den sogenannten Künstlermalstiften. Diese zeichnen sich v.a. durch besonders weiche Minen, hochwertige Inhaltsstoffe (Pigmente, Füllstoffe, Bindemittel) und eine leichte Vermalbarkeit aus, wobei eine optimale Vermalbarkeit immer auch vom verwendeten Papier abhängt (siehe dazu Heikes oben erwähnten Papiervergleich). Während die Polychromos-Stifte ölbasiert sind, also ein ölhaltiges Bindemittel aufweisen, handelt es sich bei den Prismacolor Premier um wachsbasierte Farbstifte, die ein Bindemittel auf Wachsbasis enthalten.

Wachsbasierte Stifte sind in der Regel weicher als ölbasierte und oft hört man, dass die Minen wachsbasierter Stifte leichter brechen. Ich habe bisher allerdings noch keine schlechten Erfahrungen mit der Haltbarkeit der Prismacolor-Mienen gemacht, obschon ich sie oft stark anspitze. Ich achte aber auch gewissenhaft darauf, dass meine Stifte nicht herunterfallen und verwende eine Spitzmaschine statt eines Dosenspitzers. Was auch bei nur mäßigem Gebrauch alledings schnell auffällt, ist, dass die man für den vermeintlichen Vorteil der weicheren Miene auch eine schellere Abnutzung in Kauf nehmen muss.

Verfügbarkeit
Dadurch, dass die Polychromos-Stifte von Faber-Castell, einem deutschen Unternehmen, hergestellt werden, sind sie in Deutschland ziemlich leicht erhältlich. Auch in kleineren Künstlerbedarfgeschäften wird man fündig. Oft kann man hier sogar Einzelstifte kaufen, sodass man jede Farbe ohne viel Aufwand erneuern oder sich langsam eine individuelle Sammlung aufbauen kann. Die Preise dafür liegen meinen Recherchen zufolge derzeit irgendwo zwischen 1,15 Euro (Staffelpreis) und etwa 1,70 Euro in teureren Geschäften.

Der Hersteller der Prismacolor-Stifte ist das amerikanische Unternehmen Sanford. Auf dem deutschen Markt sind sie leider nicht so weit verbreitet wie die Polychromos. Eine gute Bezugsquelle ist der Online-Shop von Anja Fuhrbach, farbstifte.net, über den auch Einzelstifte (für derzeit 1,29 Euro pro Stück) zu beziehen sind.

Verarbeitung
Im Hinblick auf die Verarbeitung sind die Polychromos meine klaren Favoriten. Sie liegen vom Gewicht her angenehm in der Hand und das Holz macht einen sehr hochwertigen Eindruck, was insbesondere beim Spitzen auffällt. Das Holz der eher leichtgewichtigen Prismacolor-Stifte erscheint mir brüchiger, fast ein wenig wie bei billigen Kindermalstiften, was angesichts des hohen Preises doch etwas übel aufstößt. Auch die Prägung auf den Stiften wirkt lange nicht so edel wie die der Polychromos. Und die Lackierung ist oftmals bereits bei neuen Stiften stark beschädigt und/oder verkratzt.

Auf der folgenden Bildcollage, habe ich versucht, diese Punkte zu visualisieren. Oben seht ihr jeweils einen Polychromos-Stift, unten einen Prismacolor Premier:

Polychromos vs. Prismacolor: Verarbeitung

Farbpalette
Bei der Farbauswahl liegen wiederum die Prismacolor-Stifte vorn. Inzwischen gibt es insgesamt 151 Farben in dieser Stiftreihe, die alle paar Jahre um neue Farben erweitert wird. Die Polychromos hingegen sind schon seit etlichen Jahren in "nur" 120 Farbtönen erhältlich. Vor allem Vintage-Fans werden an den Prismacolor-Farben ihre Freude haben, denn zur Palette zählen sehr viele gräuliche Farbtöne, die vielfach den klassischen Distress-Tinten ähneln, darunter z.B. Greyed Lavender, Deco Pink, Rosy Beige der Deco Yellow. (Für alle, die wissen möchte, welche Prismacolor-Stifte man braucht, um die Distress-Farbpalette genau nachzumischen, hat Anja Fuhrbach von farbstifte.net übrigens eine tolle Übersicht gestaltet, die ihr hier finden könnt.)  Aber auch einige sehr kräftige und knallige Farben sind dabei, neben drei kürzlich neu ins Sortiment aufgenommene Neon-Farben, die ich persönlich eher überflüssig finde, gibt es zum Beispiel ein wunderbar strahlendes Gelbgrün (1004 Yellow Chartreuse), das bei der Koloration des Seepferdchens auf dem Bild rechts unten viel besser zur Geltung kommt, als eine vergleichbare Farbe aus der Polychromos-Palette (Abbildung links, hier verwendet 171 Lichtgrün).

Faber-Castell Polychromos auf Stonehenge
Sanford Prismacolor Premier auf Stonehenge


Weil es immer so schön aussieht, hier einmal zwei willkürlich gewählte Aufnahmen von meiner Polychromos- und Prismacolor-Premier-Sammlung. Rechts unten im Bild mit dem Prismacolor-Farben kann man sehr schön ein paar gräuliche und sehr zarte Farbtöne erkennen, die es bei den Polychromos leider nicht gibt.

Farbpalette Polychromos - Ausschnitt

Farbpalette Prismacolor Premier - Ausschnitt

Lichtechtheit
Ein klarer Minuspunkt der Prismacolor-Stifte ist ihre eher mäßige Lichtechtheit. Während sich die Polychromos durch eine gute bis sehr gute Lichtechtheit auszeichnen - was mit ein Grund dafür sein wird, dass die Farbpalette hier deutlich beschränkter ist -, sind viele Farben der Prismacolor-Reihe äußerst lichtempfindlich. Schon innerhalb weniger Monate unter kontinuierlicher Lichteinwirkung verfärben sich manche Farbtöne sichtlich. Dadurch eignen sich die Prismacolor-Stifte weniger für Kolorationen, die länger dem Licht ausgesetzt sind, etwa auf dem Kamimsims oder in einem Rahmen. Detailliertere Informationen dazu auf Englisch gibt es in für alle Interessierten hier und hier.
Edit: Nach der Veröffentlichung dieses Beitrags haben mich einige begeisterte Prismacolor-Nutzerinnen darauf hingewiesen, dass sie bei ihren Kolorationen, die längerer Zeit direkter Lichteinwirkung ausgesetzt sind, keinerlei Farbverschiebungen feststellen können. Insofern ist diesem vermeintlichen Minuspunkt eventuell nicht allzu viel Gewicht beizumessen.

Maleigenschaften
Oft ist zu lesen, dass Prismacolor-Stifte einen weicheren Malfluss ermöglichen als Polychromos. Das deckt sich mit meinen Erfahrungen, wenngleich ich den Unterschied wirklich nur als geringfügig empfinde. Daher ist das auch ein Punkt, der für mich nicht unbedingt ins Gewicht fällt. Wechselt man beim Malen ständig die Stiftmarken, fällt einem das sicher negativ auf, hat man sich aber einmal auf einen bestimmten Härtegrad eingestellt, kann man mit beiden Stiftmarken meiner Meinung nach sehr angenehm arbeiten.

Bei den Prismacolor-Stiften besteht wie bei allen wachsbasierten Farbstiften die Gefahr, dass der Farbauftrag irgendwann "speckig" wirkt, wenn man zu viele Schichten übereinander legt oder mit zu starkem Druck arbeitet. Dieser Effekt ähnelt dann dem klassischer Wachsmalstifte. Man kann ihn sicherlich ganz gezielt einsetzen, mir gefällt er allerdings nicht so gut.

Hier ein Foto, auf dem ich versucht habe, den Effekt einzufangen. Wenn ihr das Bild beurteilt, müsst ihr berücksichtigen, dass ich es ganz bewusst unter starkem, direktem Lichteinfall aufgenommen habe, um den Effekt besonders zu betonen. Bei Tageslicht wirkt er bei Weitem nicht so extrem. [An den kleinen Krümelchen in dem lachsfarbenen Farbfeld kann man zudem gut erkennen, dass die weichen Prismacolor-Stifte (oben) einen enorm starken Abrieb haben und sich somit, wie weiter oben bereits angedeutet, wesentlich schneller abnutzen als die Polychromos.]

Polychromos (unten) vs. Prismacolor (oben) - Abrieb und "Speckigkeit"

Durch ihre etwas härtere Miene ermöglichen die Polychromos eine definiertere Strichführung, was beim Malen von Mustern, Strukturen und vor allem auch Haaren klar von Vorteil ist. Mit etwas Übung bekommt man das aber auch mit den Prismacolor-Stiften hin.

Besonders große Hoffnungen hatte ich in die Leuchtkraft von Prismacolor-Stiften auf farbigen Papieren und insbesondere Kraft-Cardstock gesetzt, da ich im Netz viele beeindruckende Beispiele dazu gesehen habe. Hier haben sich meine Erwartungen allerdings nicht erfüllt. Wie ihr an meinen Beispielbildern sehen könnt, fällt ein Unterschied in der Leuchtkraft zwischen Polychromos und Prismacolor-Stiften auf Kraft-Carstock kaum ins Gewicht.

Faber-Castell Polychromos auf Bazzill Kraft
Sanford Prismacolor auf Bazzill Kraft

Vermalbarkeit/Blending
Sowohl Polychomos als auch Prismacolor-Stifte lassen sich entweder mit sich selbst, mit Papierwischern, Wattestäbchen o.Ä., mit einem farblosen Blenderstift (den es z.B. von Prismacolor und Derwent gibt, mit dem sich aber auch Poylchromos vermalen lassen) oder mithilfe von Lösemittel vermalen. Als Lösemittel kommen Terpentin (stinkt!), geruchsloses Terpentin (stinkt nicht, enthält aber trotzdem schädliche Dünste), Öle (Öl auf Papier ist nicht ganz unproblematisch - Stichwort: Fettflecken - und Babyöl, das bei Stemplern vielfach zum Einsatz kommt, ist nicht alterungsbeständig) oder einem Speziallösemittel namens Zest-It in Frage. Zest-It ist derzeit mein Mittel der Wahl. Es wird aus Orangenzesten hergestellt, riecht entsprechend angenehm und soll völlig ungiftig sein. Ob das stimmt oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Auf jeden Fall bekomme ich davon - anders als von Terpentin - keine Kopfschmerzen.

Große Unterschiede zwischen den beiden Stiftmarken beim Vermalen habe ich nicht festgestellt. Wie gut oder schlecht sie sich vermalen/blenden/lavieren lassen hängt vornehmlich von dem Papier ab, mit dem man arbeitet. An dieser Stelle verweise ich gerne wieder auf Heikes umfangreichen Papiertest, den ich oben verklinkt habe.

Radierfähigkeit
Grundsätzlich lassen sich Farbstifte nur bedingt radieren. Gerade weil man mit ihnen auf strukturiertem, porösen Papier am besten malt, bleibt ein Teil der Pigmente immer im Papier zurück. Es bietet sich daher an, jede Koloration im Voraus gut zu planen und in Frage kommende Farben zuvor zu testen (Stichwort: Farbtabellen). Hat man sich dennoch einmal vergriffen oder vermalt, stehen diverse Radiergummiarten zu Verfügung. Ich habe vier verschiedene getestet, die ich gerade zur Hand hatte.

Polychromos (oben) vs. Prismacolor (unten): Radierfähigkeit
Der erste Radierer ist ein klassischer weicher Bleistiftradierer, wie man ihn in jedem Schreibwarenladen bekommt. Hiermit bleiben deutliche Farbrückstände auf dem Papier zurück. Anschließend testete ich zwei Radierstifte von Faber-Castell, einen für Blei- und Farbstifte (rosa), einen für Tinte und Tusche (weiß). Das Exemplar für Blei- und Farbstifte war nicht erfolgreicher als der klassische Bleistiftradierer, wobei sich damit natürlich punktgenauer radieren lässt, was bei kleinen Stempelmotiven ein klarer Vorteil ist. Der Radierer für Tinte und Tusche lieferte sehr gute Ergebnisse, allerdings zerstört er auch unweigerlich die Papierstruktur. Er sollte daher - wenn überhaupt - nur mit großer Vorsicht eingesetzt werden. Zuletzt testete ich Radierknete - mit dem insgesamt schlechtesten Ergebnis.

Vergleicht man die jeweiligen Radierergebnisse zwischen den Polychromos und den Prismacolor-Stiften, haben die Polychromos meiner Meinung nach minimal die Nase vorn. Allerdings so minimal, dass das Ergebnis für mich keine große Bedeutung hat.

Fazit
Eine klare Kaufempfehlung kann und will ich aufgrund der unterschiedlichen Maleigenschaften und Verfügbarkeiten nicht geben. Für alle, die besonderen Wert auf die Lichtechtheit ihrer Kolorationen legen und/oder eine klarere definiertere Strichführung bevorzugen sind Polychromos definitiv die Marke der Wahl. Wer sich weniger für Lichtechtheit interessiert, dafür aber eine große Farbauswahl bevorzugt und außerdem sehr weiche Schattierungen und Übergänge liebt, sollte zu den Prismacolor-Stiften greifen. Allen anderen empfehle ich zunächst die Anschaffung eines kleinen Sets oder einiger Einzelstifte, um beide Marken nebeneinander zu testen und sich dann nach den individuellen Bedürfnissen zu entscheiden. 

Ich hoffe, dieser Vergleich war für den einen oder die andere von euch hilfreich. Wie auch für den Einführungsteil gilt: Falls ihr Anmerkungen dazu habt oder euch etwas fehlt, schreibt mir einfach einen Kommentar. Ich werde mich bemühen, all eure Fragen zeitnah zu beantworten.

Kommentare:

  1. vielen dank für die Ausführliche Beschreibung. Ich besitze fast alle prismcolorstifte und ein paar Albrecht Dürer Stifte und ich liebe die prismas abgöttlich

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  2. Liebe Sonja, du hast diesen Bericht supermegaschön und einwandfrei geschrieben. Ganz toll, ich habe an deinen Zeilen gehangen wie ein Junkie an der Nadel ;-) Deine Erfahrungen decken sich mit meinen, insbesondere die Lichtempfindlichkeit ist mir auch schon aufgefallen. Allerdings hab ich bisher nur mit ein oder zwei Polychromos gemalt und kann deshalb keinen richtigen Vergleich anbringen, jedoch finde ich Polychromos deutlich härter. Vielleicht bin ich aber nur zu empfindlich ;-) Jedenfalls: ich fühle mich sehr geehrt ob der Erwähnung meiner bescheidenen Wenigkeit und sage allen Interessierten: probiert, experimentiert! Übung macht den Meister.
    So, jetzt bekommst du einen ganz dicken Knuddler und ein großes Dankeschön!
    LG Heike

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    1. Liebe Heike,
      vielen, vielen Dank für dein Lob. Ich glaube, ich bin gerade tatsächlich um ein paar Zentimeter gewachsen. ;-)

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  3. Sehr schön geschrieben und war wirklich sehr Interessant. Aber eine Frage hab ich noch, kann man beide Stifte gemeinsam für ein Bild verwenden oder lassen sich die Farbübergänge nicht gut malen?? LG Helena

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    1. Vielen Dank für das Lob! Ich hatte bisher keine Probleme, beide Stiftsorten auf einem Motiv zu kombinieren und habe auch noch von niemandem gehört, der damit Probleme hatte. Allerdings arbeite ich nur auf vergleichsweise kleinen Flächen. Ob sich beim großflächigen Arbeiten Probleme beim Mischen der Stiftsorten ergeben, kann ich nicht sagen.

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  4. Hi. Vielen Dank für deinen tollen Vergleich. Auch wenn der Beitrag schon etwas älter ist, vielleicht magst du mir dennoch eine Frage dazu beantworten: Kann man die beiden Marken auf einem Bild gemeinsam verwenden, um eine größere Farbpalette abdecken zu können, oder sehen die nebeneinander nicht gut aus, da sie eine andere Basis (Öl bzw. Wachs) haben?
    LG Sabine

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    1. Hallo Sabine! Ich freue mich, dass dir mein Vergleich gefällt. Natürlich kannst du beide Marken auf einem Bild gemeinsam verwenden. Ich weiß sogar von vielen Bastelern und auch einigen Künstlern, die genau das tun. Sicher muss man sich erst mal mit beiden Stiftarten vertraut machen und sich auf den Wechsel einstellen - es fällt beim Malen schon auf, dass die Polys eine festere Mine haben als die Prismas und entsprechend muss man beim Wechsel von einer Marke zur anderen seinen Maldruck anpassen. Aber das ist nur eine Sache der Gewöhnung. Wenn der Farbauftrag nicht zu dick und stark gesättigt wird, sieht man dem gemalten Bild nicht an, dass unterschiedliche Stiftmarken verwendet wurden. Ich hoffe, dass dir meine Antwort weiterhelfen konnte und wünsche dir viel Spaß beim Malen und Zeichnen.

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  5. Vielen lieben Dank für das tolle Review! Ich besitze Prismacolors und ich liebe sie. Gleichzeitig überlege ich mir aber auch, zum Test ein paar Polychromos anzuschaffen und dann zu entscheiden, von welchen ich mir ein größeres Set zulegen werde.
    Von der mangelnden Lichtechtheit der Prismacolors habe ich bis jetzt noch nichts gemerkt, habe sie jetzt schon seit fast einem Jahr. Bei mir funktionieren sie besonders gut auf Kraft-Carstock, das liegt aber vermutlich daran dass ich mit sehr vielen Schichten arbeite und so ziemlich alles verblende. :D

    Insgesamt bin ich mit meinen Prismas echt sehr zufrieden, man muss nur darauf achten, nicht ZU fest aufzudrücken, erstens aufgrund der Brechbarkeit (ist mir aber noch nicht passiert), zweitens weil sie sich dann relativ schnell abnutzen.
    Vielleicht lege ich mir trotzdem zum Test Polychromos zu, habe gehört, dass sie aufgrund der härteren Miene detaillierter zeichnen sollen.

    Jetzt hätte ich aber noch eine abschließende Frage: auf Amazon & anderen Shops wird überall der Colorless Blender angeboten, habe aber noch nich mitbekommen, dass ihn jemand benutzt. Benutzt du so einen und wenn ja, wie funktioniert er? Ich verblende nämlich grundsätzlich eher mit ähnlichen, helleren Farben, oder gleich mit weiß.

    LG!

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    1. Vielen Dank für deinen langen und ausführlichen Kommentar.

      Wenn du gerade überlegst, neue Farbstifte zu testen, möchte ich dir unbedingt auch die Luminance-Stifte von Caran d'Ache ans Herz legen. Sie sind zwar recht teuer und die Farbpalette ist mit nur 72 Stiften auch eher schmal, dafür ist die Qualität aber hervorragend. Gerade auf dunkleren Papieren ist die Farbbrillanz bestechend und der weiße Stift hat die höchste Deckkraft, die ich je bei weißen Farbstiften erlebt habe. Von der Minenhärte würde ich sie genau zwischen den Prismas und den Polychromos einordnen. Der Auftrag ist wunderbar weich, aber die Mine selbst weniger brüchig als die der Prismas. Tatsächlich lassen sich mit den Polychromos aber immer noch die besten Details zeichen. Für Haare u.Ä. finde ich sie einfach ideal.

      Aber zu deiner Frage: Ja, ich benutze den Blender, besonders an hellen Stellen, wo ich nicht viel Pigment auftrage, weil die Farbe dann zu dunkel/intensiv wird. Natürlich kann man an solchen Stellen auch mit Weiß arbeiten, aber das verfälscht den jeweiligen Farbton immer auch ein bisschen (vor allem auf duklen / getönten Papieren). Das Ergebnis mit dem Blender gefällt mir da weitaus besser.

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Vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Liebe Worte versüßen mir immer den Tag.
Thank you for leaving me some love. Kind words always sweeten my day.